14. Mai 2008: Die jüngste Supernova in unserer Galaxie wurde dadurch
gefunden, dass ihre sich schnell ausdehnenden Überreste
beobachtet wurden. Dieses Ergebnis, das mit Hilfe von NASAs
Chandra Röntgenobservatorium sowie dem
National Radio Astronomy Observatory's Very Large Array
zustande kam wird helfen, die Häufigkeit von Supernova
Explosionen in unserer Galaxie besser abschätzen zu können. Die Entdeckung eines solchen Überrests einer Supernova,
ist der erste Schritt hin zu einer verbesserten Abschätzung,
wie oft solche Stern Explosionen vorkommen. Dies ist
wichtig, weil Supernovae riesige Mengen Gas erhitzen und
verteilen, sowie schwere Elemente in ihre Umgebung abgeben.
Dies kann als Teil eines stellaren Zyklus von Tod und
Wiedergeburt, die Bildung von neuen Sterne auslösen. Die
Explosion kann zudem noch einen Neutronenstern oder ein
Schwarzes Loch zurücklassen.
Die Supernova Explosion ereignete sich vor etwa 140 Jahren,
was sie zur jüngsten in der Milchstraße macht. Davor
ereignete sich die letzte bekannte Supernova, Cassiopeia A,
in unserer Galaxie um 1680 herum. Dies ist eine Schätzung,
die auf der Ausdehnung der Überreste basiert.
"Wir können einige Supernovae Explosionen mit optischen Teleskopen
im halben Universum sehen. Wenn sie aber verdunkelt sind,
übersehen wir sie sogar in unserem eigenen kosmischen
Garten", sagt
Stephen Reynolds von der North Carolina State University in
Raleigh, der die Chandra Untersuchung leitete. "Zum Glück
strahlt die expandierende Gaswolke der Explosion, für
tausende von Jahren, hell im Radio- und Röntgenbereich.
Röntgen- und Radioteleskope können durch all die Hindernisse
hindurch blicken und uns zeigen, was wir bisher verpasst
haben."
Astronomen beobachten regelmäßig Supernovae in anderen
Galaxien. Aufgrund ihrer Beobachtungen schätzen Forscher,
dass etwa drei Explosionen alle hundert Jahre in der
Milchstraße stattfinden.
"Wenn diese Rate richtig ist, sollte es Überreste von etwa 10
Supernova Explosionen geben, die jünger sind als Cassiopeia
A", sagt David Green von der
University of Cambridge in England, der die Untersuchung am
Very Large Array leitete. "Es ist großartig, endlich eine
von ihnen gefunden zu haben."
Rechts:
Die expandierende Hülle der Supernova wurde 2007 von Chandra
aufgenommen. Der Kreis zeigt die ungefähre Größe aus dem
Jahr 1985. [mehr]
Die Beobachtung des Objekts begann im Jahr 1985, als
Astronomen, gleitet von Green, das Very Large Array
benutzten, um die Überreste einer Supernova Explosion nahe
dem Zentrum unserer Galaxie zu identifizieren. Aufgrund
ihrer geringen Größe, nahm man an, dass sie das Ergebnis
einer Supernova waren, die vor 400-1000 Jahren explodierte.
22 Jahre später enthüllten Beobachtungen mit Chandra, dass
sich der Überrest um einen überraschend großen Betrag
ausgedehnt hatte, etwa 16% seit 1985. Dies deutete darauf hin,
dass der Supernova Überrest viel jünger ist, als vorher
angenommen.
Das Alter wurde in den vergangenen Wochen dann bestätigt,
als das Very Large Array neue Beobachtungen im Radiobereich
durchführte. Dieser Vergleich versetzte die Wissenschaftler
in die Lage, das Alter auf 140 Jahre festzulegen --
möglicherweise auch noch jünger, wenn sich der Prozess
verlangsamt -- was es zur jüngsten Supernova in unserer
Galaxie macht.
Das Objekt ist aber auch noch aus anderen Gründen von
entscheidendem Interesse. Die hohen
Expansions-Geschwindigkeiten und extremen Teilchenenergien,
die erzeugt wurden, sind beispiellos und sollten zu weitern,
eingehenden Untersuchungen des Objekts, mit Chandra und dem
Very Large Array, führen.
"Kein anderes Objekt in der Galaxie hat solche Eigenschaften", sagt
Reynolds. "Dies ist sehr wichtig, für unser Verständnis
darüber, wie einige Sterne explodieren, sowie den
nachfolgenden Ereignissen."
Weitere Informationen und Bilder sind auf der Chandra
Webseite verfügbar:
http://chandra.harvard.edu
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Author+Editor:
Dr. Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
| Weitere Informationen |
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Credits: NASA's Marshall Space Flight Center in Huntsville, Ala., manages the Chandra program for NASA's Science Mission Directorate in Washington. The Smithsonian Astrophysical Observatory controls Chandra's science and flight operations from Cambridge, Mass. NASA's Future: The Vision for Space Exploration
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Leserkommentare |
Kommentare
Stephan 16 Mai 2008, 14:11
Geht mal zur Schule, Jungs !!!
Frank 16 Mai 2008, 14:06
Wo im Text steht denn bitte, dass sich das Universum ausbreitet? Und woher
weißt Du, ob es das nicht tut?
LOL 16 Mai 2008, 14:02
WOHER WISST IHR EIGENTLICH DAS SICH DAS WELTALL AUSBREITET?
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