13. Mai
2008:
NASAs Phoenix Mars Lander bereitet sich darauf vor, seine
lange Reise zu beenden, und die drei Monate dauernde Mission
zu beginnen, den Boden und vergrabenes Eis auf dem Mars zu
untersuchen. Die Sonde soll am Sonntag, dem 26. Mai auf dem
Roten Planeten landen.
Phoenix wird mit fast 21.000 km/h in die Marsatmosphäre
eintreten. Innerhalb von sieben Minuten muss das Raumschiff
eine schwierige Abfolge von Manövern durchführen, um
seine Geschwindigkeit auf etwa 8 km/h abzubremsen, bevor
seine drei Beine den Boden erreichen. Die Bestätigung über
die erfolgreiche Landung könnte uns gegen 1:53 MESZ (7:53
p.m. EDT) erreichen.
"Dies ist kein Wochenendausflug. Ein Raumschiff sicher auf dem Mars
zu landen, ist riskant und schwierig", sagt Ed Weiler,
stellvertretender Leiter für NASAs Science Mission Directorate
an der NASA Zentrale in Washington. "Bisher gelangen
international gesehen weniger als die Hälfte aller
Landeversuche auf dem Mars."
Felsen die groß genug sind um die Landung zu verderben oder
verhindern, dass sich die Sonnensegel öffnen, stellen das
größte bekannte Risiko dar. Bilder der High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE)
Kamera, an Bord von NASAs Mars Reconnaissance Orbiter, waren
jedoch scharf genug, um einzelne Felsen zu zeigen, die
kleiner waren als die Sonde, und halfen so, das Risiko zu
minimieren.
"Wir haben fast das gesamte Landegebiet mit HiRISE Bildern
abgebildet", sagt Ray Arvidson von der Washington University
in St. Louis, und Präsident der Arbeitsgruppe für das
Landegebiet von Phoenix. "Dies ist eines der Gebiete mit dem
geringsten Anteil an Felsen auf dem gesamten Mars, und wir
sind sicher, dass Felsen die Fähigkeit von Phoenix sicher
auf dem Mars zu landen, nicht negativ beeinflussen werden."
Anfang 2002 entdeckte NASAs Mars Odyssey Orbiter, dass in
den hohen Breitengraden des Mars, direkt unter der
Oberfläche, reichlich Wasser-Eis vorhanden ist. Die NASA
entschied sich unter 24 anderen Vorschlägen für die Phoenix
Mission, welche die erste Mission des
Mars Scout Programms, das aus ausgewählten Missionen
besteht, sein wird.
"Phoenix wird weiter nördlich auf dem Mars landen als
jede bisherige Mission", sagt Phoenix Projektleiter Barry Goldstein
von NASAs Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, Calif.
Die durch Sonnenenergie angetriebene Landesonde operiert mit
einem 2,3 Meter langen Arm, um Bodenproben und
unterirdisches Eis aufzunehmen. Instrumente des
Laboratoriums an Bord werden die Proben vor Ort analysieren.
Kameras und eine aus Kanada stammende Wetterstation werden
weitere Informationen über das Landegebiet liefern.
Rechts:
Konzept eines Künstlers: Monate nach der Landung stellt
Phoenix mit Eintritt des Winters seine Arbeit ein. In hohen
nördlichen Breiten scheint im Marswinter keine Sonne, was
dazu führt, dass die Sonde keine Energie mehr zur Verfügung
hat. Schließlich wird Frost Phoenix im Eis vergraben.
"Die Phoenix Mission untersucht nicht nur die nördliche Permafrost
Region, sondern vollführt auch den nächsten Schritt bei der
Erforschung des Mars, indem sie bestimmt ob dieses frostige
Gebiet, dass vielleicht 25 % der gesamten Marsoberfläche
ausmacht, für eine Besiedlung geeignet ist", sagt Peter Smith,
leitender Forscher für Phoenix, von der University of Arizona, Tucson.
Eines der Forschungsziele ist es festzustellen, ob die
Wetterbedingungen im Landegbiet jemals günstig für
mikrobiologisches Leben waren. Die Zusammensetzung und
Beschaffenheit des Bodens über dem Eis könnte Hinweise
darauf geben ob das Eis, aufgrund von langfristigen
Klimawechseln, jemals schmilzt. Eine weitere wichtige Frage
ist es, ob die aufgesammelten Proben kohlenstoff-haltige
Chemikalien enthalten, die potentielle Bausteine und Nahrung
für das Leben selber sind.
Bleiben Sie dran für Updates auf Science@NASA. Und, viel
Glück, Phoenix!

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Author+Editor:
Dr. Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
| Weitere Informationen |
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Phoenix --mission home page (NASA) Finden Sie den Mars Polar Lander und reisen zum Marsprogramm nach Moskau. Credits: The Phoenix mission is led by Smith with project management at JPL. The development partnership is with Lockheed Martin, Denver. International contributions are from the Canadian Space Agency; the University of Neuchatel, Switzerland; the universities of Copenhagen and Aarhus, Denmark; the Max Planck Institute, Germany; and the Finnish Meteorological Institute. NASA's Future: The Vision for Space Exploration
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