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5. März 2008: Die NASA hat neue hochauflösende
Radarkarten vom Südpol des Mondes erhalten -- einem Gebiet
das die Weltraumagentur als Landestelle in Betracht zieht,
wenn in den kommenden Jahren Astronauten zum Mond
zurückgeschickt werden.
"Wir
wissen nun, dass der Südpol Gipfel hat die so hoch sind wie
der Mt. McKinley
und Krater welche tiefer sind als der Grand Canyon",
sagt Doug Cooke, stellvertretender Administrator für das Exploration
Systems Mission Directorate am NASA Hauptquartier. "Diese
Daten sind für zukünftige Missionsplanungen von unschätzbarem
Wert."
Klicken Sie auf das Bild unten, um einen Film einer
schroffen Landschaft, mit simulierten Schatten im Verlaufe
eines vollständigen Mondtages, zu sehen:

Oben:
Neue Radarbilder vom Südpol des Mondes. Der Film simuliert
die Beleuchtung über einen vollständigen Mondtag. [Mehr]
Wissenschaftler an NASAs Jet Propulsion Laboratory sammelten
die Daten mit Hilfe des Goldstone Solar System Radar, das
sich in Kaliforniens Mojave Wüste befindet. Im Jahr 2006
zielten die JPL Wissenschaftler drei Mal mit der 70 Meter
großen Radarschüssel auf die Südpolarregion des Mondes. Die
Antenne, dreiviertel so groß wie ein Footballspielfeld,
sendete einen 500 Kilowatt starken und 90 Minuten dauernden
Radarstrahl die gesamten 384.401 Kilometer zum Mond. Das
Radar erhellte die schroffe Mondoberfläche in einem Gebiet
mit den Ausmaßen von etwa 640 mal 400 Kilometern. Die
Signale wurden zu zwei 34 Meter Antennen auf der Erde
zurückreflektiert. Wissenschaftler analysieren die Echos
seitdem und die Daten wurden diese Woche zum ersten Mal von
der NASA freigegeben.
Die NASA
hat die Daten benutzt um einen VR Film einer Mondlandung aus
Sicht eines Astronauten herzustellen.
Klicken Sie hier für den Film.
"Ich
war noch nie auf dem Mond, aber dieser Film ist das
Zweitbeste nach einer eigenen Mondlandung", sagt Scott Hensley,
ein Wissenschaftler am JPL und leitender Forscher der
Untersuchung. "Mit diesen Daten können wir Strukturen von
der Größe eines Hauses sehen, ohne überhaupt unser Büro
verlassen zu müssen."
Rechts:
Die 70-Meter Antenne des Goldstone Komplexes in Kalifornien.
Die NASA
untersucht die Südpolarregion des Mondes als ein mögliches
Gebiet für einen zukünftigen Außenposten. Das Gebiet hat
viele Vorteile; zum Einen gibt es dort
Hinweise auf Wasser, gefroren in den
tiefen, dunklen Kratern am Südpol. Wasser kann gespalten
werden zu Sauerstoff zum Atmen, und zu Wasserstoff für die
Nutzung als Raketentreibstoff -- oder die Astronauten
könnten es auch einfach trinken. Planer schauen auch nach
"Spitzen des ewigen Lichts." Hohe Berge am Pol auf denen die
Sonne niemals untergeht, sind vermutlich ein guter Ort für
ein Kraftwerk.
In
vergangenen Jahren haben Radaranlagen auf der Erde gute
Arbeit bei der Kartografierung der Südpolarregion des Mondes
geleistet. Im Jahr 1997 haben die Goldstone Antennen das
Gebiet gescannt und Karten mit einer Auflösung von 75 Metern
geliefert. Im Jahr 2005 verbesserte ein Team, geleitet durch Don Campbell
von der Cornell University, dies auf 20 Meter, indem es das
riesige Arecibo Radar in Puerto Rico, sowie das Green Bank
Teleskop in West
Virginia (D. B. Campbell et al, Nature, 443, 835-837,
2006) nutzte. Die JPL Untersuchung, in der in diesem Artikel
die Rede ist, erreichte ebenfalls eine Auflösung von 20
Metern.
So schön sie auch sind, so werden diese Radarbilder im
Vergleich zu Fotos von NASAs Lunar
Reconnaissance Orbiter in der nahen Zukunft jedoch
verblassen. Das Raumschiff soll Ende 2008 starten und seine
Kamera wird Bilder mit einer Auflösung von bis zu einem
Meter zurück zur Erde schicken.
"Der Südpol des Mondes", sagt Cooke,
wird "ein wundervoller Ort für die Erforschung sein."
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Editor: Dr.
Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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