Die NASA hat neue hochauflösende Radarkarten vom Südpol des Mondes erhalten -- einem Gebiet das die Weltraumagentur als Landestelle in Betracht zieht, wenn in den kommenden Jahren Astronauten zum Mond zurückgeschickt werden.
"Wir wissen nun, dass der Südpol Gipfel hat die so hoch sind wie der Mt. McKinley und Krater welche tiefer sind als der Grand Canyon", sagt Doug Cooke, stellvertretender Administrator für das Exploration Systems Mission Directorate am NASA Hauptquartier. "Diese Daten sind für zukünftige Missionsplanungen von unschätzbarem Wert."
Klicken Sie auf das Bild unten, um einen Film einer schroffen Landschaft, mit simulierten Schatten im Verlaufe eines vollständigen Mondtages, zu sehen:
Wissenschaftler an NASAs Jet Propulsion Laboratory sammelten die Daten mit Hilfe des Goldstone Solar System Radar, das sich in Kaliforniens Mojave Wüste befindet. Im Jahr 2006 zielten die JPL Wissenschaftler drei Mal mit der 70 Meter großen Radarschüssel auf die Südpolarregion des Mondes. Die Antenne, dreiviertel so groß wie ein Footballspielfeld, sendete einen 500 Kilowatt starken und 90 Minuten dauernden Radarstrahl die gesamten 384.401 Kilometer zum Mond. Das Radar erhellte die schroffe Mondoberfläche in einem Gebiet mit den Ausmaßen von etwa 640 mal 400 Kilometern. Die Signale wurden zu zwei 34 Meter Antennen auf der Erde zurückreflektiert. Wissenschaftler analysieren die Echos seitdem und die Daten wurden diese Woche zum ersten Mal von der NASA freigegeben.
Die NASA hat die Daten benutzt um einen VR Film einer Mondlandung aus Sicht eines Astronauten herzustellen.
"Ich war noch nie auf dem Mond, aber dieser Film ist das Zweitbeste nach einer eigenen Mondlandung", sagt Scott Hensley, ein Wissenschaftler am JPL und leitender Forscher der Untersuchung. "Mit diesen Daten können wir Strukturen von der Größe eines Hauses sehen, ohne überhaupt unser Büro verlassen zu müssen."
Die NASA
untersucht die Südpolarregion des Mondes als ein mögliches
Gebiet für einen zukünftigen Außenposten. Das Gebiet hat
viele Vorteile; zum Einen gibt es dort
Hinweise auf Wasser,
gefroren in den tiefen, dunklen Kratern am Südpol. Wasser
kann gespalten werden zu Sauerstoff zum Atmen, und zu
Wasserstoff für die Nutzung als Raketentreibstoff -- oder
die Astronauten könnten es auch einfach trinken. Planer
schauen auch nach "Spitzen des ewigen Lichts." Hohe Berge am
Pol auf denen die Sonne niemals untergeht, sind vermutlich
ein guter Ort für ein Kraftwerk.
In
vergangenen Jahren haben Radaranlagen auf der Erde gute
Arbeit bei der Kartografierung der Südpolarregion des Mondes
geleistet. Im Jahr 1997 haben die Goldstone Antennen das
Gebiet gescannt und Karten mit einer Auflösung von 75 Metern
geliefert. Im Jahr 2005 verbesserte ein Team, geleitet durch Don Campbell
von der Cornell University, dies auf 20 Meter, indem es das
riesige Arecibo Radar in Puerto Rico, sowie das Green Bank
Teleskop in West
Virginia (D. B. Campbell et al, Nature, 443, 835-837,
2006) nutzte. Die JPL Untersuchung, in der in diesem Artikel
die Rede ist, erreichte ebenfalls eine Auflösung von 20
Metern.
So schön sie auch sind, so werden diese Radarbilder im Vergleich zu Fotos von NASAs Lunar Reconnaissance Orbiter in der nahen Zukunft jedoch verblassen. Das Raumschiff soll Ende 2008 starten und seine Kamera wird Bilder mit einer Auflösung von bis zu einem Meter zurück zur Erde schicken.
"Der Südpol des Mondes", sagt Cooke, wird "ein wundervoller Ort für die Erforschung sein."
Editor: Dr. Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung: Frank Erhardt (Astrolabium.Net)