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Sommermond
Illusion |
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28. Juni 2007: Manchmal kann man seinen Augen nicht trauen.
Dies wird dieses Wochenende der Fall sein.
Gehen Sie am Samstagabend, dem 30. Juni, nach Sonnenuntergang nach draußen und schauen sich um. Sie sehen einen riesigen Mond im Osten aufgehen. Er sieht aus wie der Erdenmond, rund und von Kratern übersäht; der Mann im Mond befindet sich an seinem normalen Ort. Aber etwas ist falsch. Dieser Mond ist seltsam aufgeblasen. Er ist gigantisch! Sie haben soeben die Mond-Illusion erlebt. Himmelsbeobachter kennen dies seit tausenden von Jahren: der Mond hängt tief am Himmel und sieht unnatürlich groß aus. Kameras sehen dies nicht, aber unsere Augen. Es ist eine echte Illusion. Oben: Eine Sequenz des Mondes wie er über Seattle aufgeht. Für die Kamera erscheint der Mond, unabhängig von seiner Stelle am Himmel, immer gleich groß. Credit and copyright: Shay Stephens. [Mehr] Der Vollmond wird dieses Wochenende tiefer am Himmel stehen als jeder andere Vollmond im Jahr 2007. Die Mond-Illusion wird also stark sein. Warum steht der Mond so tief? Es ist Sommer. Erinnern Sie sich daran, dass Mond und Sonne sich am Himmel gegenüber stehen. Während des Sommers steht die Sonne hoch, was bedeutet, dass der Mond tief stehen muss. Da die Sommersonnenwende vor einer Woche war, befindet sich die Sonne in der nördlichen Hemisphäre nahe ihrem höchsten Punkt. Der Vollmond steht dementsprechend sehr tief. Wenn Sie zum Mond schauen, laufen Strahlen vom Mondlicht im hinteren Teil Ihres Auges zusammen und formen ein etwa 0,15 mm breites Bild. Hohe und tiefe Monde verursachen einen gleich großen Fleck. Warum denkt Ihr Gehirn dann dieser Mond ist größer als der andere? Nach all den Jahren sind Wissenschaftler noch immer nicht ganz sicher warum dies so ist.
Rechts: Die Ponzo Illusion. Image credit: Dr. Tony Phillips. [Mehr] Einige Forscher glauben, dass die Mond-Illusion Ponzo's Illusion ist, wobei Bäume und Häuser die Rolle von Ponzo´s konvergierenden Linien übernehmen. Objekte im Vordergrund tricksen das Gehirn aus, weshalb es denkt dass der Mond größer ist als er es in Wirklichkeit ist. Aber es gibt dabei ein Problem. Piloten, die in großen Höhen fliegen, haben auch manchmal die Mond-Illusion, ohne dass sie Objekte im Vordergrund hätten. Was überlistet ihre Augen? Vielleicht ist es die Form des Himmels. Menschen nehmen den Himmel als abgeflachte Kuppel wahr, bei der der Zenit nah und der Horizont weit entfernt ist. Dies macht Sinn: Vögel die über unseren Kopf fliegen sind dichter als Vögel am Horizont. Wenn der Mond nah am Horizont steht berechnet Ihr Gehirn, trainiert durch die Beobachtung von Vögeln, die wahre Distanz und Größe des Mondes falsch.
Oben: Das Model des "flachen Himmels" für die Mond Illusion. [Mehr] Es gibt auch andere Erklärungen. Es spielt keine Rolle welches die Richtige ist wenn Sie nur den großen, wunderschönen Mond sehen wollen. Die beste Beobachtungszeit ist um den Mondaufgang herum, wenn der Mond durch Bäume, Häuser und Berggipfel hindurchscheint und sein Bestes tut Sie auszutricksen. In Deutschland (Hamburg) geht der Mond am 30. Juni um 22:37 auf. Eine lustige Sache: Schauen Sie direkt auf den Mond und dann durch eine schmale Öffnung hindurch. Schauen Sie zum Beispiel durch Daumen und Zeigefinger oder durch eine Pappröhre zum Mond, was das Gelände im Vordergrund abschirmt. Schaffen Sie es, dass die optische Täuschung verschwindet? Hören Sie damit auf! Sie wollen die Mond-Illusion nicht verpassen. Diesen Artikel weiterempfehlen Production Editor: Dr. Tony Phillips | Credit: Science@NASA
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