Manchmal kommt es auf Sekunden an. Wenn ein gewaltiger,
Tornado produzierender Gewittersturm sich auf Ihre
Heimatstadt zu bewegt, bedeutet ein Moment vielleicht einen
großen Unterschied. Will McCarty, ein Student am National Space
Science and Technology Center, arbeitet mit Daten von NASAs Aqua
Satelliten, um die kurzfristige Wettervorhersage zu
verbessern -- der Art von Vorhersage, die Ihnen helfen
könnte, diesem Gewittersturm auszuweichen. Oben: Schlechtes
Wetter über DeWitt, Michigan, am 14. Juni 2008. Photo
credit und Copyright: Daniel O'Malley. Unterstützt durch seinen Mentor bei der NASA, Gary Jedlovec,
hat McCarty es schon geschafft, die 48-Stunden Vorhersagen
um drei Stunden zu verbessern. "Das hört sich vielleicht
nicht nach einer großartigen Veränderung an, aber erzählen
Sie das mal jemandem, der ganz knapp einer
Wetterkatastrophe entkommen ist", sagt McCarty. Sie haben diese Verbesserungen erreicht, indem sie
Messungen von Aquas Atmospheric Infrared Sounder (AIRS) mit
Wettermodellen verknüpften. Um zu verstehen wie AIRS
arbeitet, lassen Sie uns zuerst einen Blick auf die
Vorhersagen werfen, die mit ihm gemacht wurden:
Als nächstes werden die Messungen in den
Vorhersagemodellen verwendet -- Gleichungen die mit dem
Computer erarbeitet wurden, und welche die Interaktion
zwischen den oben genannten Variablen beschreiben. Ein
Meteorologe interpretiert dann die Ausgaben des Modells, und
macht seine lokale Wettervorhersage. Manchmal holt die Realität diesen banalen
Vorhersageprozess ein. "Je besser die Ergebnisse des Modells sind, umso mehr
können sich die Meteorologen darauf verlassen, und es als
Hilfsmittel für ihre Vorhersagen benutzen", sagt McCarty.
Rechts: Will
McCarty vom National Space Science and Technology Center
in Huntsville, Alabama. [Mehr] "AIRS hat eine bessere Auflösung als vorherige
Instrumente, weshalb er detailliertere Messungen durchführen
kann", sagt McCarty. "Dies macht die Analyse genauer
und verbessert die darauf aufbauenden Vorhersagen." McCarty und Jedlovec sind sehr interessiert an den
Infrarot-"Abstrahlungen" von AIRS, also den Messungen der
thermalen Energie, welche von der Erdoberfläche und der
Atmosphäre abgegeben werden. Die Forscher schauen nach
Abstrahlungen, weil diese Messungen der Temperatur- und
Wasserdampf-Muster in der Atmosphäre, auf einer großen
Skala, liefern. "Messungen der Abstrahlung erlauben generell die
Beobachtung von vielen Orten,
speziell über den Ozeanen,
auf traditionelle Art und Weise die, wenn überhaupt,
nur selten gemessen werden", erklärt McCarty. "AIRS
gibt uns das beste Bild der vertikalen Temperaturen und
Feuchtigkeits-Strukturen, das jemals aus dem All gemacht
wurde." AIRS' Besonderheit ist dann seine Kapazität sowohl
das gemessene Gebiet in der Erdatmosphäre, als auch die
Details, zu verbessern. Oben: Ein
typischer AIRS Wetter-Schnappschuss im Infrarotbereich. Dies
ist der Typhon Nakri, den Aqua am 28. Mai 2008 überflog.
[Mehr] Was sind die nächsten Schritte? "Der Umgang mit Wolken",
sagt McCarty. "Infrarotenergie durchdringt Wolken nicht sehr
gut. Wenn Wolken in der Nähe sind, sieht das Instrument nur
deren Spitze." Wenn die Wolken jedoch tief liegen, gibt es gute Daten
von der Luft über ihnen, weil der Großteil der Atmosphäre
trotzdem gemessen werden kann. Diese Daten wurden bisher
nicht verwendet - sie wurden zusammen mit allen anderen,
Wolken verseuchten Daten, einfach verworfen. McCarty arbeitet derzeit an einem Algorithmus, der in der
Lage sein soll zu identifizieren, welche Kanäle wirklich
nutzlos sind, und welche zu gebrauchen sind. Seine Arbeit
wird dabei helfen, den Anteil an wirklich wichtigen Daten zu
steigern, und so noch bessere Vorhersagen zu ermöglichen. Er
wird seine Daten bald in ein Vorhersagemodell geben, und
herausfinden, wie viel besser. Eine Verbesserung von 3 Stunden ist vielleicht erst der
Anfang.
Zweimal am Tag messen Wetterballone in der ganzen Welt,
Temperatur, Wind, Luftdruck und Feuchtigkeit. Diese Ballone
untersuchen die unteren 11 bis 16 Kilometer der
Erdatmosphäre, wo das Wetter entsteht. Mit Hilfe von
Wetterstationen auf der Erdoberfläche, Flugzeugen und
Wetterradaren, werden weitere Messungen durchgeführt. All
diese Daten liefern alle 12 Stunden einen "Schnappschuss"
des Wetters über Land, zu einem bestimmten Augenblick.
AIRS
verbessert die Ergebnisse des Modells, indem es die
Eingabedaten verbessert: An Bord von NASAs Aqua Raumschiff,
mit einem Blick durch die Atmosphäre durch fast 2.4000
verschiedene, spektrale Kanäle, erzeugt AIRS eine genaue 3-D
Karte der Atmosphärentemperatur, vom Wasserdampf, den Wolken
und Treibhausgasen.
Autor: Dauna Coulter | Editor:
Dr. Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
| Weitere Informationen |
|
AIRS -- (JPL) Atmospheric Infra-red Sounder home page Short-term Prediction Research and Transition Center -- (NSSTC) utilizing unique space-based observations to improve short-term weather forecasting NASA's Future: US Space Exploration Policy |
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