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Ein Fundamental neues Laboratorium bekämpft Krankheiten mit Hilfe von Satelliten

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23. Januar 2008: Eine Gruppe von Atmosphärenwissenschaftlern an NASAs National Space Science and Technology Center fühlten sich ein wenig wie in einem fremden Land, als sie das erste Mal die Vertreter der University of Alabama at Birminghams School of Public Health trafen, um mit Ihnen eine ungewöhnliche Partnerschaft zu diskutieren.

"Als wir das erste Mal zusammentrafen, war es als ob wir komplett unterschiedliche Sprachen sprechen", sagt NASAs Dale Quattrochi.

see captionSehr schnell fanden beide Parteien jedoch heraus wie Daten von NASA Satelliten in Informationen für die öffentliche Gesundheit übersetzt werden können.

"Wir fingen an zu bemerken, dass dies wirklich gut zusammenpasst. Es war wunderbar. Die Lichter gingen an"! sagte Quattrochi.

Rechts: Jeffrey Luvall, William Crosson, Dale Quattrochi und Maurice Estes, Jr. betrachten Satelliten Daten für den Großraum Chicago. [Größeres Bild]

In den vergangenen 50 Jahren revolutionierten Satelliten die Wettervorhersage und Kommunikation, warum also nicht die menschliche Gesundheit?

Die Wissenschaftler von der UAB und NASA bemerkten, dass die Raketentechnologie auf das Level von Mikrobiologie und öffentliche Gesundheit fokussiert werden kann, und für beide große Vorteile mit sich bringt. "Dieser "ah-ha" Augenblick brachte eine Idee nach der anderen hervor, etwa wie man Probleme bei der öffentlichen Gesundheit mit Satelliten Daten bekämpfen kann.  

Eine ihrer besten Ideen war es Medizinstudenten, Forschern und medizinischem Personal der Zukunft beizubringen, sich die Fähigkeiten der Satelliten Fotografie zu Nutze zu machen, um aktuelle Krankheiten zu untersuchen und bekämpfen. Diese Idee brachte das UAB dazu, ein ferngesteuertes Laboratorium zu bauen -- das erste amerikanische Labor dieser Art für die Nutzung in den Bereichen Medizin und öffentliche Gesundheit -- um genau diese Aufgabe zu übernehmen.

Studenten nehmen für dieses Laboratorium an "Cross-Training" Kursen teil, in denen die NASA/NSSTC Wissenschaftler wie Dr. Dale Quattrochi, Dr. Jeff Luvall, Dr. Douglas Rickman, Dr. Mohammad Al-Hamdan, Dr. William Crosson, und Mr. Maurice Estes als Gastredner und eingeladene Experten teilnehmen. Viele der NASA/NSSTC Wissenschaftler wurden zu außerordentlichen Professoren an der UAB School of Public Health berufen. Und die innovative Forschung, die mit diesem Laboratorium durchgeführt wird, ist wegbereitend.

"Dieses Laboratorium und die Untersuchungen die es unterstützt werden sowohl unserer als auch den kommenden Generationen helfen", sagt NSSTCs Jeff Luvall. "Dies ist ein Wendepunkt in der öffentlichen Gesundheit. Wer weiß wohin dies führen wird?"

Untersuchungen die durch das Laboratorium finanziert wurden, führten schon zu entscheidenden Forschungen bei der Bekämpfung von Malaria. Infrarotbilder von Satelliten helfen Wissenschaftler dabei warmes, stehendes Wasser zu lokalisieren -- fruchtbare Brutstätten für Mücken. Die Problemgebiete können dann effektiv und präzise behandelt werden, um die Ausbreitung der Malaria aufzuhalten. Andere Forscher am Laboratorium benutzen Satellitenbilder, um Fälle des West Nil Virus mit der Entfernung von Sümpfen in Verbindung zu bringen -- einer weiteren bevorzugten Brutstätte für die Viren-tragende Mücke.

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Oben: NASA Satelliten messen und zeichnen die Bodentemperatur im Großraum Chicago auf. [Größeres Bild]

Die Überwachung aus der Entfernung hat sogar einen nachgewiesenen Wert bei der Zuordnung von Umwelteinflüssen auf Asthma bei Kindern. Satelliten Daten zeigen den Grad der Luftverschmutzung und weitere Umweltfaktoren in den Gebieten in denen die Kinder leben, um so herauszufinden ob diese Faktoren eventuell Asthma Anfälle auslösen können. Die Kinder können dann gegen Asthma behandelt werden, um sie vor den Einflüssen zu schützen.

Eine weitere Untersuchung sucht Verbindungen zwischen der Umwelt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, inklusive Schlaganfällen. Das UAB arbeitet an einer großen Untersuchung genannt REGARDS, die Kurzform für Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke (Gründe für geografische- und Rassenunterschiede bei Schlaganfällen). Die Untersuchung, die vom National Institute of Health finanziert wurde, untersuchte über 30.000 Menschen in den gesamten Vereinigten Staaten, indem man Zuhause Blutdruckmessungen durchführte, Blutproben nahm und einen detaillierten Gesundheitsfragebogen ausfüllte. Die Untersuchung konzentrierte sich hauptsächlich auf Amerikaner afrikanischen Ursprungs, weil diese Gruppe ein höheres Risiko für die untersuchten Risiken aufweist.

"Sowohl UAB als auch NASA wollen mit Hilfe von Satelliten Daten über Luftqualität, Wärmeindizes, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und andere Umweltdaten verstehen, wie die Umwelt Krankheiten und Bedingungen beeinflusst, die Ziel von REGARDS sind", erklärt  Quattrochi. "Dies Ergebnisse dieser Untersuchungen könnten Gesundheitsvertretern dabei helfen, die Einflüsse abzuschätzen und Empfehlungen auszusprechen."

Viele weitere Untersuchungen sind geplant oder laufen bereits. Unter anderem Untersuchungen darüber wie Wasser die Zahngesundheit beeinflusst, sowie Zusammenhänge zwischen Blei, Quecksilber und Pestiziden mit Gesundheitsproblemen bei Müttern und Babys auf anderen Kontinenten.

Stellen Sie sich vor wie begeistert einer der Entwickler der ersten Satelliten vor 50 Jahren wäre, wenn er sehen könnte wie die aktuellen Satelliten im Weltraum nun genutzt werden, Krankheiten zu bekämpfen und Leben zu retten.

Das sind gute Nachrichten in jeder Sprache.

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Author: Dauna Coulter | Production Editor: Dr. Tony Phillips | Credit: Science@NASA
Übersetzung: Frank Erhardt (Astrolabium.Net

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The Laboratory for Global Health Observation was developed in the summer of 2006 by Sarah Parcak, Ph.D., in Anthropology and Tennant McWilliams, Ph.D., former dean of Social and Behavioral Sciences, as a partnership between the Schools of Social and Behavioral Sciences and Public Health. The potential for a remote sensing lab, in particular the medical and health research possibilities, evolved into a partnership with Max Michael, Ph.D., dean of the School of Public Health. The primary focus of the remote sensing lab is medical and health-based applications for satellite remote sensing. The overall mission is to look at broad-scale applications of satellite remote sensing and ways in which this information can be used across diverse fields in the context of international outreach programs. Dr. Parcak is director of the laboratory.

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