Die Sonne geht unter. Der Mond geht auf. Sie gehen nach
draußen und schauen in den Himmel. Eine Mondfinsternis
beobachten ist so einfach. Maximale Finsternis und maximale
Schönheit ereignen sich um 4:01 GMT+1.

Oben:
Eine Vorschau der Mondfinsternis vom 21. Februar, erstellt
vom Grafikkünstler Larry Koehn. Klicken Sie auf die Links
für andere Zeitzonen:
GMT,
AST,
EST,
CST,
MST,
PST,
Alaska,
Hawaii.
Eine Mondfinsternis ereignet sich wenn der Mond durch den
Schatten der Erde fliegt. Sie würden vielleicht erwarten,
dass der Mond noch grauer wird als gewöhnlich, aber
tatsächlich verwandelt er sich in eine rote Kugel.
Warum rot? Das ist die Farbe des Erdschattens.
Stellen Sie sich folgendes vor: Die meisten uns vertrauten
Schatten sind schwarz oder grau; gehen Sie an einem sonnigen
Tag nach draußen und schauen nach Ihrem eigenen Schatten.
Der Erdschatten ist anders weil, im Gegensatz zu Ihnen, die
Erde eine Atmosphäre besitzt. Die Lagen aus staubiger Luft,
die unseren Planeten umschließen, röten das Sonnenlicht und
lenken es um. Dies taucht die Dunkelheit hinter der Erde in
ein rötliches Licht, ähnlich einem Sonnenuntergang. Der
exakte Farbton -- alles von einem hellen Orange bis hin zu
einen tiefen Rot ist möglich -- hängt vom unvorhersagbaren
Zustand der Atmosphäre zur Zeit der Finsternis ab. "Nur der
Schatten weiß es", sagt der Astronom Jack Horkheimer vom
Miami Space Transit Planetarium.
Der Durchgang durch den Kernschatten dauert etwa eine
Stunde. Die ersten Zeichen von Rot zeigen sich gegen 4:00
und sind die Vorboten einer Welle von kupfer-farbenen Tönen,
die über die Mondoberfläche rollen und jeden Krater, jeden
Berg und jeden Stein umhüllen, nur um gegen 5:00 wieder zu
verschwinden. Man benötigt keinen speziellen Filter oder ein
besonderes Teleskop, um das spektakuläre Ereignis zu
beobachten. Es ist eine helle und gut sichtbare Vorstellung,
sichtbar in Städten und auf dem Land gleichermaßen.
Während Sie beobachten, achten Sie auf eine weitere Farbe:
Türkis. Beobachter verschiedener Finsternisse berichteten
von einem Hauch Türkis, der das Rot während der totalen
Phase umklammerte.
"Die
blauen und türkisen Schatten an der Kante des Erdschattens
waren unglaublich", erinnert sich die Amateurastronomin Eva Seidenfaden
aus Trier, die das rechte Bild während der totalen
Finsternis am 3-4 März 2007 aufgenommen hat. Dutzende
weiterer Fotografien dokumentieren das Phänomen.
Rechts:
Eine "türkise Finsternis", fotografiert von Eva Seidenfaden
aus Trier am 4. März 2007.
[Größeres
Bild]
Die Quelle für das Türkis ist Ozon. Der Forscher Dr. Richard
Keen von der University of Colorado erklärt: "Während
einer Mondfinsternis tritt das meiste Licht, dass den Mond
anleuchtet, durch die obere Stratosphäre, wo es gerötet und
gestreut wird. Licht, welches durch die obere Stratosphäre
tritt, durchdringt jedoch die Ozonschicht, die rotes Licht
absorbiert und das Licht tatsächlich blauer macht." Dies
kann man als einen blauen Rand um den roten Kern des
Erdschattens sehen, sagt er.
Um das Türkis am 21. Februar einzufangen rät er, "schauen
Sie besonders während der ersten und letzten Minuten der
totalen Finsternis." Dies wäre um 4:01 sowie um 4:51 herum.
Blutrot, hell orange, sanft türkis: es sieht alles schön
aus. Markieren Sie den 21. Februar mit lebhaften Farben in
Ihrem Kalender.
Diesen Artikel weiterempfehlen
Production Editor:
Dr. Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung + Redaktion:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
|
Leserkommentare |
Kommentare
Frank Erhardt
17 Feb 2008, 09:36
Hallo und auch einen wunderschönen guten Morgen.
Dann bitte ich einmal per Kontaktformular die Mailadresse zu schicken,
unter der Sie im Newsletter eingetragen sind, damit ich da einen Blick
drauf werfen kann.
Viele Grüße
Frank Erhardt
Kaiser Winfried
17 Feb 2008, 09:33
Ein recht schönen Guten Morgen, Herr Frank Erhardt, aus dem mit strahlend
blauem Himmel beglückten Grafenrheinfeld.
Ihren, immer mit Freude und Neugier erwarteten Science@NASA Deutsche
Version – Newsletter, bekomme ich seit einigen Tagen nur noch in
schriftlicher Form. Obwohl ja alles wichtige auch so zu lesen ist, gefällt
mir die bebilderte Ausgabe erheblich besser. Es speichert sich alles im
Gehirn (falls noch etwas davon übrig ist) besser. Allerdings komme ich ja
auch mit zwei Klicks zu „meinem“ Favorit!
Einen schönen Sonntag und eine gute sicht für die Mondfinsternis wünscht
Ihnen
Kaiser Winfried
|