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7. April 2008: Das Datum war der 8. März, vor
weniger als einem Monat. In einer entlegenen Ecke von Kansas
ging die Sonne unter, und die dunkler werdende Dämmerung
winkte hinunter zum Fotografen Doug Zubenel, der durch die
Gegend fuhr. Er wusste, dass etwas fotogenes geschehen
würde.
Er bog in einen unwegsamen Feldweg ein und fuhr weiter in
den Sonnenuntergang hinein. "Die helle Sonne verhinderte,
dass ich das Geländer einer Brücke über einem kleinen Bach
sehen konnte. Das nächste an das ich mich erinnere ist, dass
ich mein Auto zu Schrott gefahren hatte!" Zubenel konnte aus
dem Wrack aussteigen und den Pannendienst anrufen und
während er auf den Abschleppwagen wartete, machte er dieses
Foto:

"Es
war ein wunderschöner Sichelmond", sagt Zubenel.
"Er sah wesentlich besser aus als mein Auto!"
Diese gefährliche Szene wird sich wiederholen -- drei Mal.
Erstens -- Am Sonntag Abend, dem 6. April, trat der zu 2%
bedeckte, sichelförmige Mond aus dem Schein der Sonne heraus
wie das schelmische Grinsen eines Honigkuchenpferdes, und
leuchtet durch den gelb-orangenen Sonnenuntergang. Dieses
feine Scheibchen zu finden, erforderte eine intensive
Beobachtung des westlichen Horizonts und es war eine gute
Idee das Auto vorher anzuhalten. Die nächste Nacht wird es
einfacher sein.
Zweitens -- Heute Abend, am 7. April, erscheint ein zu
6% bedeckter Mond etwas höher am Abendhimmel. Vor dem
Hintergrund des kobalt-blauen Himmels des frühen Abends,
enthüllt der Mond sein schönes
Da
Vinci Leuchten, eine blasse
Version des Vollmonds innerhalb der hellen Sichel. Vor 500
Jahren erklärte Leonardo Da Vinci dieses Phänomen als
Erster: es ist das Leuchten der Erde, welches die dunklen
Gebiete des Mondes anstrahlt. Ein sichelförmiger Mond der
von der Erde angestrahlt wird, ist eine der schönsten
Anblicke am Himmel.
Aber das Beste kommt erst noch ...
Drittens -- Am Dienstag Abend, dem 8. April,
steht der zu 12% bedeckte Mond in Konjunktion mit den
Plejaden. "In Konjunktion" ist der astronomische Ausdruck
für "Seite an Seite." Der Mond wird so nah bei den Plejaden
stehen, das es für das Auge aussieht, als würden sie sich
berühren. Dies ist aber nicht möglich, da die Plejaden 400
Lichtjahre entfernt sind.
Auch
bekannt als die sieben Schwestern, sind die Plejaden ein
Cluster von jungen Sternen. Die hellsten Sieben dieser
blau-weißen Schönheiten bilden einen kleinen Wagen, der etwa
so breit (0,5°) ist wie der Mond. Trotz ihrer großen
Entfernung sind die Plejaden in dunklen Gegenden mit dem
bloßen Auge zu sehen.
Rechts:
Eine Deep-Sky Aufnahme der Plejaden durch den
Amateurastronomen Robert Gendler. [Mehr]
Am 8. April wird der Mond Sie direkt zu den Plejaden führen.
Ein Fernglas wird empfohlen: Schauen Sie in der Nähe des
Mondes und Sie werden nicht bloß sieben, sondern dutzende
funkelnder Sterne finden. Der Mond selber wird Ihnen
vielleicht den Atem rauben wenn Sie sich die von der Erde
erleuchtete Kraterlandschaft anschauen.
Wie auch an den vorhergegangenen Abenden ist es am Besten
kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Westen zu schauen:
Karte. Der sichelförmige Mond, das
Erdleuchten und der Sternenhaufen in einem Blickfeld -- es
wird nicht viel besser werden.
Epilog: "Ich habe mittlerweile ein anderes
Auto und werde am Sonntag Abend für eine Zugabe
hinausfahren, nicht für den Unfall, sondern für den Mond",
sagte Zubenel. Er erzählt seine Geschichte weil er
hofft, andere dazu zu inspirieren, die nächsten Tage
ebenfalls zu fotografieren -- vorsichtig!
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Editor: Dr.
Tony Phillips | Credit:
Science@NASA
Übersetzung:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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