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Wurmlöcher
sind eine seltsame Folge von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.
Diese "Abkürzungen" durch die Struktur von Raum und Zeit,
verbindet vielleicht zwei verschiedene Orte im Universum;
sie verbinden eventuell sogar zwei unterschiedliche
Universen.
Dies führt auch
zu der Möglichkeit, dass Wurmlöcher Reisen zwischen zwei
Orten in der Zeit ermöglichen. Diese zwei seltsamen Dinge
versorgten Science Fiction Autoren mit Material für
viele Jahre. Hinter den Wurmlöchern steckt jedoch eine
unglaubliche Physik. Jetzt sieht es so aus, dass zwei
langsam rotierende Wurmlöcher, theoretisch ihr eigenes
Magnetfeld erzeugen können. Könnte man diese Tatsache dazu
nutzen, nach Wurmlöchern in unserem Universum zu suchen?
In der Vergangenheit wurde bereits untersucht, ob Wurmlöcher
mit Hilfe von empfindlichen Radioteleskopen gefunden werden
können. Desweiteren ist ein Beobachter vielleicht in der
Lage, Licht aus einem anderen Teil des Universums zu sehen,
dass durch die Wurmlöcher gereist ist, und dann an einem
Ausgang abgestrahlt wird. Man könnte erwarten eine
blasen-artige Kugel zu sehen, die durch den Raum gleitet,
und an deren Kanten Licht abgestrahlt wird.
In
einem Artikel vom letzten Monat, untersuchten Mubasher Jamil
und
Muneer Ahmad Rashid, von der National University of Sciences
and Technology in Pakistan, die Eigenschaften eines langsam
rotierenden Wurmlochs, und die Effekte die es auf seine
Umgebung im All hätte. Ihre Berechnungen nehmen an, dass
eine Wolke von geladenen Teilchen (Elektronen), von dem
Objekt, durch seine Gravitationskraft, angezogen wird, und
das rotierende Wurmloch die Elektronenwolke mit sich zieht.
Dieser Ansatz wurde schon bei der Untersuchung der Effekte
eines
langsam rotierenden Sterns, auf ein ihn umgebenes
stellares Plasma, betrachtet.
Dieser Gravitationseffekt ist als "Frame-Dragging-Effekt"
bekannt. Da vorausgesagt wird, dass ein Wurmloch einen
Gravitationseinfluss auf seine Umgebung ausübt, sagt
Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie voraus, dass die
Raum-Zeit verformt wird. Dies kann man sich am Besten
vorstellen, indem man einen schweren Ball auf eine elastische
Folie legt; der Ball sorgt dafür, dass die Folie kegelförmig
nach unten gedehnt wird. Wenn der Ball nun auf der Folie
gedreht wird, sorgt die Reibung zwischen Ball und der Folie
dafür, dass diese in eine andere Richtung verdreht wird, und
sich so aus der Form dreht. Wenn man sich dies für die
Raum-Zeit (die elastische Folie) vorstellt, und man das
langsam rotierende Wurmloch (den Ball) hat, hat die Drehung der Raum-Zeit den anziehenden Effekt auf die
Teilchen in der Umgebung, und sorgt dafür, dass sie sich
mit dem Wurmloch drehen.
Dies ist die Stelle, an der Jamil und Rashids Artikel
beginnt. Wenn man eine rotierende Masse geladener Teilchen
hat, wird (als Konsequenz aus den
Maxwelschen Gleichungen)
ein Magnetfeld erzeugt. Theoretisch könnte ein
langsam rotierendes Wurmloch daher, als Konsequenz der
Bewegung der geladenen Teilchen, sein eigenes Magnetfeld
haben.
Könnte ein Wurmloch also mit Instrumenten gefunden werden?
Das hängt von der Stärke der Krümmung der Raum-Zeit, durch
das rotierende Wurmloch im lokalen Raum, ab; je kleiner das
Wurmloch wäre, desto kleiner wäre die Dichte der
rotierenden, geladenen Teilchen. In der Theorie wird
angenommen, dass natürlich vorkommende Wurmlöcher,
mikroskopisch klein sind. Es ist daher fraglich, ob ein
großes Magnetfeld erzeugt wird. Man müsste sich außerdem
sehr nah an der Öffnung des Wurmlochs befinden, um das
Magnetfeld zu messen. Es scheint daher, dass die Entdeckung
eines Wurmlochs, noch ein wenig länger den Science Fiction
Autoren vorbehalten bleibt...
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Credit:
arXiv preprint server
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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