Auf einer heute stattfindenden,
internationalen Konferenz Europäischer Astronomen, wurde ein
bemerkenswerter Durchbruch, im Bereich der Erforschung
extrasolarer Planeten, bekannt gegeben. Mit Hilfe des HARPS
Instruments, an ESOs ESO La Silla Observatorium, fand man
ein dreifach-System von Super-Erden, um den Stern HD 40307
herum. Desweiteren zeigen die gesamten Daten der HARPS
Untersuchung 45 Kandidaten, die jeweils eine Masse von
weniger als 30 Erdmassen besitzen, und sich in einer
Umlaufbahn befinden, die weniger als 50 Tage beträgt. Das
bedeutet, dass einer von drei Sonnen-ähnlichen Sternen
solche Planeten beherbergt.
Rechts: Darstellung
eines Künstlers, einer Super-Erde. Credit: ESO
"Beherbergt jeder Einzelstern einen Planeten, und wenn ja,
wie viele?" fragt sich der Planetenjäger Michel Mayor vom
Genfer Observatorium. "Wir kennen vielleicht noch nicht die
Antwort, aber machen große Fortschritte dabei, diese Frage
bald beantworten zu können."
Seit der Entdeckung eines Planten um den Stern 51 Pegasi, im
Jahr 1995, durch Mayor und Didier Queloz, wurden mehr als
270 Exoplaneten, zumeist um sonnen-ähnliche Sterne herum,
gefunden. Die meisten dieser Planeten sind Riesenplaneten,
wie Jupiter oder Saturn, und aktuelle Statistiken zeigen,
dass etwa einer von 14 Sternen einen solchen Planeten
beherbergt.
"Mit der Einführung von genaueren Teleskopen, wie dem HARPS Spektrographen an
ESOs 3,6-m Teleskop in La Silla, können wir nun auch kleinere
Planeten entdecken, die eine Masse von 2-10 Erdmassen haben", sagt Stéphane Udry,
eine von Mayorss Kolleginnen. Solche Planeten werden Super-Erden genannt, sind
massiver als die Erde, aber weniger massiv als Uranus und Neptun (mit etwa 15
Erdmassen). Die Gruppe von Astronomen hat nun ein System von drei Super-Erden,
um einen eher normalen Stern herum, entdeckt, der etwas kleiner ist als unsere
Sonne, und sich 42 Lichtjahre entfernt, in den südlichen Sternbildern
"Malerstaffelei" und "Schwertfisch", befindet.
Links: Messdaten von HD 40307. Credit: ESO
"Wir haben die Geschwindigkeit des Sterns HD 40307 während der letzten fünf
Jahre sehr genau gemessen", sagt Mayor. Die Planeten habe eine Masse von 4,2,
6,3 und 9,4 Erdmassen, und umkreisen den Stern in 4,3, 9,6 und 20,4 Tagen.
"Die Störungen durch die Planeten sind wirklich winzig - die
Masse des kleinsten Planeten ist hunderttausend Mal kleiner
als die seines Sterns - und wurde nur durch die
Empfindlichkeit des HARPS ermöglicht", sagt der Co-Autor François ouchy,
vom Institut d'Astrophysique de Paris, in Frankreich.
Tatsächlich bewirkt jeder Planet eine Bewegung des Sterns
von nur ein paar Metern pro Sekunde. Auf der gleichen
Konferenz verkündete das Team von Astronomen die Entdeckung
von zwei weiteren Planetensystemen, die ebenfalls mit dem
HARPS Spektrographen entdeckt wurden. In einem davon
umkreist eine Super-Erde (mit 7,5 Erdmassen) den Stern HD 181433
alle 9,5 Tage. Dieser Stern beherbergt auch einen
Jupiter-ähnlichen Planeten, der alle drei Jahre um den Stern
kreist. Das zweite System enthält einen Planeten mit 22
Erdmassen, der einen 4 tägigen Orbit hat, sowie einen
Saturn-ähnlichen Planeten, mit einer dreijährigen
Umlaufbahn. "Diese Planeten sind ganz eindeutig nur die
Spitze des Eisbergs", sagt Mayor.
"Die Analyse der Sterne, die mit HARPS untersucht wurden,
zeigt, dass etwa ein Drittel aller sonnen-ähnlichen Sterne,
entweder eine Super-Erde oder Neptun-ähnliche Planeten,
besitzt, die eine Umlaufzeit von weniger als 50 Tagen
haben." Ein Planet in einer engen, kurzen Umlaufbahn ist
einfacher zu finden als einer, der sich in einem entfernten,
länger dauernden Orbit befindet. "Es ist sehr
wahrscheinlich, dass noch viele andere Planeten vorhanden
sind: nicht nur Super-Erden und Neptun-ähnliche Planeten,
mit längeren Umlaufbahnen, sondern auch Erd-ähnliche
Planeten, die wir jetzt noch nicht entdecken können. Wenn
man jetzt noch die Jupiter-ähnlichen Planeten mit in
Betracht zieht, könnte man sehr wohl zu der Schluss
gelangen, dass Planeten allgegenwärtig sind", schließt Udry.
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Credit:
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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Kommentare
Eric 29 Jun 2008, 21:17
hi
also mal erlich :-) jedes kind weiss inzwischen schon das wir nicht die einzigen inteligenten lebewesen im all sind :-) wer heutzutage noch glaubt das wir die einzigen sind , der hatt entweder nie die schule besucht oder ist in der 5 . klasse abgegangen oder lebt in der 3. welt :-) die mächtigen dieser welt wollen uns zwar was anderes erzählen aber inzwischen glaubt den dumköpfen kein mensch mehr :-) cu
Bernd 16 Jun 2008, 18:56
Ich glaube, daß wir nicht der einzige Planet sind auf dem Lebewesen
wohnen.
Vieleich darf ich es noch erleben wenn man einen bewohnten Planeten findet. Gute Bücher über dieses Thema sind,Unsere einsame Erde von "Ward Brownlee" und Warum es intelligentes Leben im All geben muss von "Amir D. Aczel".
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