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7. Mai 2007:
Die hellste jemals aufgezeichnete stellare Explosion ist
vielleicht ein lange gesuchter, neuer Typ von Supernovae.
Dies folgt aus Beobachtungen mit NASA´s Chandra
Röntgenteleskop, sowie optischen Teleskopen auf der Erde.
Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass Explosionen von
extrem massenreichen Sternen im frühen Universum relativ
normal waren, und dass vielleicht schon bald eine ähnliche
Explosion in unserer Galaxie stattfinden wird.
"Dies war wirklich eine monströse Explosion, hundert mal
energiereicher als eine typische Supernova," sagt Nathan
Smith, von der University of California in Berkeley, der ein
Team von Astronomen aus Kalifornien und der Universität von
Texas leitete. "Dies bedeutet, dass der explodierte Stern so
massiv war, wie es für einen Stern überhaupt möglich ist,
etwa 150 Mal mehr als unsere Sonne. Wir haben dies niemals
zuvor beobachtet."
Bild
Rechts: Illustration eines Künstlers der Supernova SN
2006gy. Credit: X-ray: NASA/CXC/UC Berkeley/N.Smith et al.;
IR: Lick/UC Berkeley/J.Bloom & C.Hansen.
Astronomen glauben, dass viele der Sterne der ersten
Generation so massiv waren, und diese neue Supernova bietet
folglich einen Blick darauf, wie die ersten Sterne starben.
Es wurde jedoch noch nie ein solch massiver Stern gefunden
und sein Tod beobachtet. Die Entdeckung der Supernova SN
2006gy liefert Hinweise darauf, dass der Tod eines solchen
Sterns sich grundsätzlich von den theoretischen Vorhersagen
unterscheidet.
"Von allen jemals beobachteten explodierenden Sternen, war
dies der König," sagt Alex Filippenko, leiter der
Beobachtungen vom Boden aus, am Lick Observatorium auf dem
Mt. Hamilton, Calif., und dem Keck Observatorium in Mauna
Kea, Hawaii. "Wir waren erstaunt zu sehen wie hell sie wurde,
und wie lange sie andauerte."
Die Beobachtungen von Chandra erlaubten es dem Team die
wahrscheinlichsten, alternativen Erklärungen für die
Supernova auszuschließen: dass ein weißer Zwerg, mit einer
Masse die nur wenig größer ist als die der Sonne, in einer
dichten, wasserstoffreichen Umgebung explodierte. In diesem
Fall hätte SN 2006gy 1.000 Mal heller im Röntgenbereich sein
sollen, als Chandra es beobachtete.
"Dies liefert den überzeugenden Hinweis darauf, dass SN
2006gy tatsächlich der Tod eines extrem massiven Sterns
war," sagt Dave Pooley, von der University of California in
Berkeley, der die Beobachtungen mit Chandra leitete.
Der Stern, der SN 2006gy hervorbrachte stieß scheinbar einen
großen Teil seiner Masse ab, bevor er explodierte. Dieser
Massenverlust ist dem von Eta Carinae ähnlich, einem
massiven Stern in unserer eigenen Galaxie, was den Verdacht
aufwirft, dass Eta Carinae dazu verdammt ist als Supernova
zu explodieren. Obwohl SN 2006gy eigentlich die hellste
jemals beobachtet Supernova ist, befindet sie sich in der
Galaxie NGC 1260, in einer Entfernung von 250 Millionen
Lichtjahren. Eta Carinae ist jedoch nur 7.500 Lichtjahre
entfernt, in unsere eigenen Galaxie.
"Wir sind uns nicht sicher, ob Eta Carinae bald explodieren
wird, aber wir sollten besser ein Auge auf ihn werfen, für
alle Fälle," sagt Mario Livio, vom Space Telescope Science
Institute in Baltimore, der nicht an der Untersuchung
beteiligt war. "Eta Carinae´s Explosion könnte die beste
Sternen-Show in der Geschichte der modernen Zivilisation
sein."
Supernovae treten normalerweise auf, wenn ein massiver Stern
seinen Brennstoff aufgebraucht hat und unter seiner eigenen
Anziehungskraft kollabiert. Im Fall von SN 2006gy denken
Astronomen, dass vielleicht andere Effekte die Explosion
ausgelöst haben. Unter einigen Bedingungen produziert der
Kern eines massiven Stern soviel Gammastrahlung, dass ein
Teil der Strahlung sich in Teilchen- und Anti-Teilchen Paare
umwandelt. Der reslutierende Abfall der Energie bewirkt,
dass der Stern unter seiner eigenen, riesigen Gravitation
zusammenbricht.
Nach diesem gewaltsamen Kollaps folgen unkontrollierte
thermonukleare Reaktionen und der Stern explodiert, und
schleudert seine Überreste ins All. Die Daten von SN 2006gy
zeigen, dass Supernovae von den ersten Sternen -- anstelle
eines vollständigen Kollapses zu einem Schwarzen Loch, wie
theoretisch vorhergesagt -- häufiger auftraten als
angenommen wurde.
"Bezüglich des Effekts auf das frühe Universum, gibt es
einen riesigen Unterschied zwischen diesen beiden
Möglichkeiten," sagt Smith. "Der eine verschmutzt die
Galaxie mit einer großen Menge neuer Elemente, und der
andere schließt sie für immer in einem Schwarzen Loch ein."
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Credit:
NASA News Release
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