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Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie Ihr Schwarzes
Loch füttern, nachdem es erst einmal älter und größer
geworden ist? Machen Sie sich keine Sorgen. Neue Daten von
NASAs Chandra Röntgenteleskop zeigen, dass selbst die
größten Schwarzen Löcher auf die gleiche Art Nahrung zu sich nehmen, wie die
kleinsten es auch tun. Mit Hilfe von neuen Beobachtungen und einem
detaillierten theoretischen Modell, verglich ein
Forscherteam die Eigenschaften des Schwarzen Lochs in der
Spiralgalaxie M81, mit kleineren, stellaren Schwarzen
Löchern. Das Ergebnis zeigt, dass beide Arten gleich essen,
und eine ähnliche Verteilung von Röntgenstrahlung, optischem
Licht und Radiowellen hervorrufen. Diese Entdeckung stützt
Einsteins Relativitätstheorie, die sagt, dass Schwarze
Löcher jeder Größe, ähnliche Eigenschaften besitzen.
Bild Rechts:
Die Spiralgalaxie M81. Image Credit: X-ray: NASA/CXC/Wisconsin/D.Pooley and CfA/A.Zezas; Optical: NASA/ESA/CfA/A.Zezas; UV: NASA/JPL-Caltech/CfA/J.Huchra et al.; IR: NASA/JPL-Caltech/CfA
M81 befindet sich etwa 12 Millionen Lichtjahre von
der Erde entfernt. Im Zentrum von M81 ist ein Schwarzes
Loch, dass etwa 70 Millionen Mal massiver ist als unsere Sonne, und
Energie sowie Strahlung hervorruft, während es Gas aus der
zentralen Region der Galaxie, zu sich hin zieht.
Im Gegensatz dazu haben die so-genannten stellaren
Schwarzen Löcher, die etwa 10 Mal mehr Masse als unsere
Sonne haben, eine andere Nahrungsquelle. Diese kleineren
Schwarzen Löcher erhalten neues Material, indem sie Gas von
einem sie umkreisenden Begleitstern abziehen. Da die
Schwarzen Löcher unterschiedlicher Größe in
unterschiedlichen Umgebungen gefunden wurden, stellte sich
die Frage, ob sie auf verschiedene Arten mit neuem Material
versorgt werden.
"Wenn wir uns diese Daten anschauen
zeigt sich, dass unser Modell sowohl für das gigantische
Schwarze Loch im Kern von M81 funktioniert, als auch für die
kleineren Jungs", sagt Michael Nowak vom Massachusetts
Institute of Technology. "Alles um dieses große Schwarze
Loch herum sieht genauso aus, außer dass es 10 Millionen Mal
größer ist."
Eine der Ergebnisse von Einsteins
Allgemeiner Relativitätstheorie ist es, dass Schwarze Löcher
einfache Objekte sind, und nur ihre Masse und
Drehgeschwindigkeit die Raum-Zeit
beeinflussen. Die neue Forschung deutet darauf hin, dass
diese Einfachheit trotz komplizierten Umgebungsbedingungen
existiert.
Das Modell, dass Markoff und ihre
Kollegen für die Untersuchung der Schwarzen Löcher nutzten,
nimmt eine schwache Scheibe aus Material an, die um das
Schwarze Loch kreist. Diese Struktur würde hauptsächlich
Röntgenstrahlung und optisches Licht hervorrufen. Ein Gebiet
aus heißem Gas, um ein Schwarzes Loch herum, würde im
ultravioletten und Röntgenbereich sichtbar sein. Eine großer
Anteil von Radio- und Röntgenlicht stammt von Jets, die vom
Schwarzen Loch produziert wurden. Um die sich
überschneidenden Quellen des Lichts zu unterscheiden,
benötigt man Beobachtungen bei mehreren Wellenlängen.
Unter den aktiven Schwarzen Löchern, ist
das in M81 eines der am schwächsten strahlenden,
wahrscheinlich weil es "unterversorgt" ist. Es ist jedoch
eines der hellsten von der Erde aus sichtbaren, weil es
relativ nah ist, weshalb auch qualitativ hochwertige
Beobachtungen an ihm vorgenommen werden können.
"Es sieht so aus, als ob unterversorgte
Schwarze Löcher, in der Praxis die einfachsten sind, einfach
weil wir näher an das Schwarze Loch heran beobachten
können", sagt Andrew Young von der University of
Bristol in England. "Es sieht nicht so aus als ob es sie
kümmert, woher sie ihre Nahrung bekommen."
Diese Arbeit sollte nützlich für die Vorhersage der
Eigenschaften einer dritten, unbestätigten Klasse, von
so-genannten Schwarzen Löchern mittlerer Masse, sein. Deren
Größe liegt zwischen den Massen der stellaren und
supermassiven Schwarzen Löcher. Es wurden bereits einige
Mitglieder dieser Klasse identifiziert, aber bisher sind die
Aussagen kontrovers, so dass spezifische Vorhersagen der
Eigenschaften dieser Schwarzen Löcher sehr nützlich wären.
Zusätzlich zu Chandra waren drei Radio
Arrays (das Giant Meterwave Radio Teleskop, das Very Large
Array und das Very Long Baseline Array), zwei Millimeter
Teleskope (das Plateau de Bure Interferometer und das
Submillimeter Array) und das Lick Observatorium für den
optischen Bereich, an dieser Beobachtung von M81 beteiligt.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in der nächsten
Ausgabe des Astrophysical Journal erscheinen.
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Credit:
NASA
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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