Phoenix hat seinen Ofen mit Marsboden gefüllt

Der Phoenix Mars Lander benutzte am 15. Tag seiner Mission auf dem Mars  seinen Roboterarm, um die "Streu-Methode" zu testen, und so Marsboden zu den Instrumenten auf dem Deck des Landers transportieren zu können. Der "Film" ist eine Sequenz von vier Bildern, die mit dem Surface Stereo Imager aufgenommen wurden, und demonstriert was Phoenix in einem 20 Minütigen Zeitraum gemacht hat. Das Streuen wurde vor einigen Tagen getestet, nachdem die ersten Versuche, Marsboden zu den Instrumenten zu bringen, ohne Erfolg waren. Der Boden klumpte einfach zusammen, als er als Ganzes auf Phoenix Deck transportiert wurde, und passte so nicht durch ein Sieb, welches die Proben zum TEGA Instrument bringen sollte, um eine Analyse durchzuführen. Im Gegensatz dazu fixiert die Streu-Technik die Schaufel in einem festen Winkel und vibriert die Schaufel, indem die motorisierte Feile eingesetzt wird, die sich zwischen der Schaufel befindet. Dies schubst vorsichtig einiges Material aus der Schaufel zum darunterliegenden Ziel.

Rechts: Erfolgreich gestreuter Marsboden. Credit: NASA

Es scheint, dass diese Methode das Material besser verteilt, und die Verklumpung der gefrorenen Stücke des Bodens löst. Das Ziel für diesen Test befand sich nahe dem oberen Ende der Abdeckung der Mikroskop, Elektrochemie- und Leitfähigkeits-Analysegeräte Instrumenten Suite, oder MECA. Die Abdeckung hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern. Die Schaufel hat einen Durchmesser von etwa 8,5 Zentimetern. 

Ausgehend vom Erfolg dieses Tests, kleine Mengen und feinkörnige Teilchen zu liefern, plant das Phoenix Team, diese Methode für weitere Transporte von Proben zu MECA zu benutzen, und danach an das TEGA Instrument weiterzuschicken. Der Transport zu MECAs optischem Teleskop wird durch den Port in MECAs Abdeckung, sichtbar im unteren Teil des Bildes, stattfinden.

In der Zwischenzeit wird Phoenix mit einer Serie von Beobachtungen der Atmosphäre fortfahren, die während des Mars-Abends am Dienstag begonnen wurden, und mit dem überfliegenden Mars Reconnaissance Orbiter der NASA koordiniert wurden. Diese Untersuchung nutzt den Vorteil, den gleichen Atmosphärenabschnitt, gleichzeitig von oben und von unten zu beobachten.

"Dies erlaubt es uns die Messungen von Phoenix in eine globale Perspektive zu setzen, und gibt uns eine Kalibrierung auf Boden-Level, für die Messungen des Orbiters", sagte die Projektwissenschaftlerin Leslie Tamppari, vom Jet Propulsion Laboratory.

 

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Credit:
NASA
 
Übersetzung + Editor: Frank Erhardt (Astrolabium.Net)

Leserkommentare
 

Kommentare

frank
30 Jun 2008, 06:27
Hallo,

verschwiegen wird da sicherlich nichts. Die aktuellen Fotos gibt es nur hier nicht mehr, weil ich das, neben den anderen Sachen, nicht schaffe, eine Mission auch nachfolgend immer 100% aktuell zu halten. Einfach mal auf www.nasa.gov gehen, da gibt es dann alles.

Eric
29 Jun 2008, 21:49
hi

also was ich nicht verstehe warum es keine neuen aktuellen fotos von der mission mehr gibt . die fotos sind schon ein monat alt und eigendlich müsten schon wieder neue da sein :-))

naja vieleicht verschweigen die uns ja doch was :-) den auf den alten fotos kann mann ja auch noch nicht all zuviel sehen vom mars :-)
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