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Masse des größten Zwergplaneten bestimmt

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15. Juni 2007:

Das Weltraumteleskop Hubble der NASA hat sich mit dem W.M. Keck Observatorium zusammen getan, um die Masse von Eris, dem größten Mitgleid einer neuen Klasse von Zwergplaneten in unserem Sonnensystem, genau zu bestimmen. Eris hat 1,27 mal die Masse von Pluto, früher das größte Mitglied des Kuiper Gürtels aus vereisten Objekten, die sich hinter Neptuns Orbit befinden.

Beobachtungen des Hubble Teleskops im Jahr 2006 zeigten, dass Eris physikalisch etwas größer ist als Pluto. Die Masse konnte aber nur berechnet werden indem man die Umlaufbewegung des Mondes Dysnomia um Eris herum beobachtete. Es wurden mehrere Bilder von Dysnomias Bewegung entlang seines Orbits mit dem Hubble sowie dem Keck Teleskop aufgenommen.

Der Astronom Mike Brown, vom California Institute of Technology in Pasadena, Calif. und Kollegen berichteten auch in der Ausgabe der Science von dieser Woche, dass sich Dysnomia sich in einem fast runden, 16 Tage dauernden Orbit befindet. Dies deutet darauf hin, dass Dysnomia durch einen Zusammenstoß von Eris und einem anderen Objekt aus dem Kuiper Gürtel (KBO) hervorgegangen ist. Ein Objekt, dass durch die Gravitationskraft angezogen worden wäre, sollte einen eliptischeren Orbit haben.

Die Monde von Pluto, wie auch der Mond der Erde, sind vermutlich ebenfalls aus einem Zusammenstoß heraus entstanden, bei dem Staub vom Zusammenstoß in den Orbit geschleudert wurde, und sich zu einem Satelliten verbindet.

Indem er Masse und Durchmesser zueinander in Bezug setzte, hat Brown die Dichte von Eris bestimmt, die bei 2,3 Gramm pro Kubikzentimeter liegt. Dies ist der Dichte von Pluto, dem großen Kuiper Gürtel Objekt 2003 EL61 und Neptuns Mond Triton sehr ähnlich, der vermutlich ein eingefangenes KBO ist. Diese höheren Dichten deuten darauf hin, dass diese Körper nicht aus reinem Eis bestehen, sondern felsige Bestandteile enthalten.

Die Entdeckung von Eris im Jahr 2005 (damals Xena genannt und offiziell als 2003 UB313 in den Katalog eingetragen) löste eine Debatte über den Status von Pluto als Planeten aus, weil Astronomen bemerkten, dass sie ihn den "10. Planeten" nennen müßten, wenn Pluto weiterhin als Planet gelten sollte, was damals aber schon debattiert wurde. Dies führte dazu, dass die Internationale Astronomische Vereinigung im Jahr 2006 eine neue Klasse von Objekten im Sonnensystem einführte, die Zwergplaneten. Diese runden Körper befinden sich in einem hydrostatischen Gleichgewicht (Objekte die genug Gravitation besitzen ihre eigene Festigkeit zu überwinden und eine Runde Erscheinung zu formen) wie auch die Planeten, haben aber, im Gegensatz zu den Hauptplaneten in unserem Sonnensystem, ihre Umgebung nicht durch ihre Gravitationskraft von Staub und Geröll befreit.
 

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Credit: Hubble News Release

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