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Eine Studie der NASA zeigt, dass eine wärmere Zukunft zu Dürren führen könnte.

NASA


15. Februar 2007:

NASA Wissenschaftler haben entdeckt, wie ein wärmeres Klima zu mehr Dürren in bestimmten Gebieten der Welt führen könnte; unter anderem im Südwesten der Vereinigten Staaten.

Bild rechts: Schwankungen im Ausstoß der Sonne wurden mit historischen Klimaveränderungen in Verbindung gebracht, und sie liefern Hinweise darauf, wie eine globale Erwärmung zu Dürren in der Zukunft führen könnte. Dieses Bild der Sonne wurde von NASA's Solar and Heliospheric Observatory im Jahr 2001 aufgenommen. Credit: NASA/GSFC

Die Forscher verglichen historische Aufzeichnungen des Einflusses von Veränderungen im Ausstoß der Sonne auf das Klima, mit Modellprognosen, wie ein wärmeres Klima, ausgelöst durch Treibhausgase, die Niederschlagsmuster verändern würde. Sie fanden, dass ein wärmeres Klima in der Zukunft wahrscheinlich zu Dürren in den gleichen Gebieten führen würde, wie sie in der Vergangenheit beobachtet wurden, wahrscheinlich aber in einer stärkeren Ausprägung. 

"Diese Entdeckungen zeigen, dass Treibhausgase und langfristige Veränderungen der Sonnenaktivität, beide durch ähnliche Vorgänge, einen entscheidenden Einfluss auf das Klima haben," sagt Drew Shindell vom NASA Goddard Institute for Space Studies, New York. Shindell ist Hauptautorin eines Artikels, der in der Ausgabe der American Geophysical Union's Geophysical Research Letters am 27 Dezember 2006 erschien. 

"Es gibt bereits Hinweise darauf, dass sich die Niederschlagsmuster schon verändern," fügt Shindell hinzu. "Die Mediteranen Gebiete, Nordafrika und der Mittlere Osten werden schnell trockener. Wenn der Trend sich wie erwartet fortsetzt, werden die Konsequenzen vielleicht schon in einigen Jahrzehnten schwerwiegend sein. Diese Veränderungen könnten zu entscheidenden Herausforderungen bei der Wasserversorgung dieser Bevölkerungsgruppen führen."

Mit Hilfe des Klimamodells vom NASA Goddard Institute for Space Studies fanden Forscher heraus, dass Veränderungen im Ausstoß der Sonne in der Vergangenheit zu einer verstärkten Oberflächenerwärmung und Veränderungen bei der Feuchtigkeitszirkulation führten. Diese Veränderungen führten wahrscheinlich zu starken Dürren, die in paleoklimatischen Aufzeichnungen auftauchen.

Bild links: Typisch trockene Gebiete der Welt, wie der Südwesten der Vereinigten Staaten, werden in der Zukunft vielleicht noch trockener, ausgehend von den neuen Ergebnissen von Klimamodellen der NASA. Diese Animation zeigt die Beobachtung der durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 1998 bis 2000, aufgenommen vom Tropical Rainfall Measuring Mission Satelliten. Rot und Gelb zeigen Gebiete mit hohen Niederschlagsmengen. Blau und Grün stellen wenig Niederschlag dar. Klicken Sie auf das Bild um die Animation (5MB) zu betrachten -- ohne Ton. Credit: TRMM/NASA/JAXA

Das gleiche Modell zeigte, dass Erwärmung durch Treibhausgase einen ähnlichen Effekt auf die Atmosphäre hat, was darauf hindeutet, dass trockenere Bedingungen vielleicht in den Tropen häufiger werden. Die Niederschlagsmenge könnte in schon trockenen Gebieten, wie dem Südwesten der Vereinigten Staaten, Mexiko, Teilen von Nordafrika, dem Mittleren Osten und Australien, noch weiter zurückgehen. In der Zwischenzeit könnte die Niederschlagsmenge im westlichen Pazifik, entlang dem größten Teil des Äquators und in Teilen von Südostasien weiter ansteigen.

Das Computermodell zog Veränderungen der Meere, Wetter und Chemie der Atmosphäre mit in Betracht und bildete die Verschiebungen des Niederschlages, hin zu regional trockeneren Wetterkonditionen, korrekt ab. Daten von Sonnenflecken und Bohrkernen aus dem Eis passen ebenfalls zu den historischen Verschiebungen der Niederschlagsmenge, im Bezug auf den Betrag der von der Sonne freigesetzten Energie. Da die Größe der Veränderungen bei der Sonnenabstrahlung nicht sicher ist, konzentrierte sich die Untersuchung auf den Ort und das Muster der Niederschlagsmengen, nicht auf deren genauen Betrag.

Steigerungen im Ausstoß der Sonne brechen Sauerstoffmolekühle auf, was die Ozonkonzentration in der oberen Atmosphäre ansteigen lässt. Dies kommt zur Erwärmung der oberen Atmosphäre hinzu, was zu Verschiebungen bei der Zirkulation auf der Erde führt. Dadurch steigt die Oberflächentemperatur an und die Muster  der Niederschlagsmengen werden verstärkt. In Gebieten, wie z.B. den Tropen, steigt die Niederschlagsmenge normalerweise an, wohingegen trockene Gebiete zu Dürren neigen, weil die Niederschlagsmenge sinkt und wärmere Temperaturen dazu führen, dass die kleine Menge Feuchtigkeit aus dem Boden verdunstet.

"Niederschlagsmengen sind schwer vorherzusagen, da sie so schwankend sind. Diese Ergebnisse haben unser Vertrauen verstäkt, dass eine fortwährende Erwärmung mit globalen Veränderungen der Niederschlagsmengen in Verbindung steht," sagt Shindell.

Forscher zogen zahlreiche Daten von Jahresringen, Feuern und Sedimenten aus Seen in Betracht, die sie auf dem amerikanischen Kontinent, inklusive Mexiko, Peru und der Yukatan Halbinsel sammelten. Diese Daten sind verlässliche Indikatoren des historischen Klimas und bestätigen den vorhergesagten Anstieg von Dürren in den südlichen Vereinigten Staaten, Mexiko und anderen subtropischen Regionen, während Perioden von höherer Abstrahlung der Sonne in den vergangenen 1.200 Jahren. Diese langfristige Aufzeichnung des Austoßes der Sonne basiert auf chemischen Isotopne, deren Produktion mit der Helligkeit der Sonne zusammenhängt. Umgekehrt zeigen Daten aus Sedimenten im Ozean, ein Schlüsselindikator der Veränderung der Niederschlagsmenge, für die Tropen einen Anstieg des Niederschlags.

Laut den Forschern beeinflusste der gleiche Prozess, der durch diese Untersuchung identifizert wurde, vergangene Zivilisationen, wie etwa die Pueblo Menschen in New Mexiko und Arizona, die ihre Städte im 13. Jahrhundert verließen.
 

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Credit: NASA News Release

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Last Updated: June 9, 2005
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