30. April
2008: Während ein gewaltiger elektrischer Sturm, mit Blitzen
die 10.000 Mal stärker sind als bei uns auf der Erde, auf
Saturn tobt, setzt das Cassini Raumschiff seine 5 Monate
dauernde Beobachtung dieses dramatischen Ereignisses fort. Wissenschaftler der NASA Cassini-Huygens Mission
verfolgen den gut sichtbaren Gewittersturm jetzt schon
länger als jeden anderen elektrischen Sturm vorher. Rechts: Cassini entdeckte den Sturm nach
fast zwei Jahren der Ruhe auf Saturn. Credit: NASA/JPL Saturns elektrische Stürme ähneln Gewitterstürmen auf der
Erde, allerdings auf einer viel größeren Skala. Stürme auf
Saturn haben Durchmesser von einigen tausend Kilometern, und
die durch die Blitze hervorgerufenen Radiosignale sind
einige tausend Mal stärker als ihre Pendants auf der Erde. Blitze in diesem Sturm rufen Radiowellen hervor, die
"Saturn elektrostatische Entladungen" genannt werden, welche
die Radio- und Plasmawellen Instrumente zuerst am 27.
November 2007 entdeckten. Cassinis Kameras beobachteten das
Gebiet und das Auftreten des Sturm etwa eine Woche später,
am 6. Dezember. "Die elektrostatischen Ausbrüche von Radiowellen
haben in den vergangenen fünf Monaten zu- und abgenommen",
sagt Georg Fischer, ein Mitglied des Radio und Plasma Teams
an der
University of Iowa, Iowa City. "Wir sahen 2004 und 2006
ähnliche Stürme, die beide fast einen Monat lang anhielten.
Dieser Sturm dauert nun schon wesentlich länger. Und er
tauchte auf, nachdem wir fast zwei Jahre gar keine
Sturmaktivität auf Saturn sahen." Der neue Sturm befindet sich in Saturns südlicher
Hemisphäre -- in einem Gebiet, das von Wissenschaftlern
"Sturm Gasse" genannt wird -- wo auch die vorherigen
Gewitterstürme von Cassini beobachtet wurden. "Um den Sturm
zu sehen, muss die Kamera zur richtigen Zeit auf den
richtigen Ort blicken. Immer wenn die Kameras den Sturm
sehen, sind auch die Radioausbrüche da", sagt Ulyana Dyudina,
Mitgleid des Cassini Kamerateams am California Institute of Technology in Pasadena,
Calif. Cassinis Radioplasmawellen Instrumente entdeckten den
Sturm jedes Mal wenn er in das Blickfeld trat, was alle 10
Stunden und 40 Minuten geschah, und in etwa der Länge eines
Saturntages entspricht. Alle paar Sekunden gibt der Sturm
einen Radioimpuls ab, der etwa eine Zehntel Sekunde
andauert, was typisch für einen Blitz oder eine andere
elektrische Entladung ist. Diese Radiowellen werden auch
dann empfangen, wenn der Sturm hinter dem Horizont , von
Cassini aus gesehen, liegt, was ein Resultat der Beugung der
Radiowellen durch Saturns Atmosphäre ist. Amateurastronomen verfolgen den Sturm ebenfalls seit fünf
Monaten. "Da Cassinis Kameras den Sturm nicht den ganzen Tag
verfolgen können, sind die Amateurdaten sehr wichtig", sagt
Fischer. "Ich stehe mit Astronomen auf der ganzen Welt in
ständigem Kontakt." Der langandauernde Sturm liefert wahrscheinlich
Informationen über die Prozesse, welche Saturns intensive
Blitze hervorrufen. Cassini Wissenschaftler werden die Sturm
Gasse während des Wechsels der Jahreszeit auf der südlichen
Hemisphäre, in den Herbst hinein, weiterhin beobachten.
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Credit:
Übersetzung + Editor:
Frank Erhardt (Astrolabium.Net)
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Kommentare
hans 12 Aug 2008, 16:52
na dann
J&M 30.05.07 <3
hans 12 Aug 2008, 16:52
na dann
J&M 30.05.07 <3
hans 12 Aug 2008, 16:51
na dann
J&M 30.05.07 <3
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