|
THEMIS Auf einer revolutionären Mission soll der Ursprung der Polarlichter untersucht werden. |
|
NASA's Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms (THEMIS) soll eines der ältesten Geheimnisse der Astrophysik lösen - welche Prozesse im nahen Weltraum um die Erde, führen zu den gewaltigen Ausbrüchen von Polarlichtern, die während Substürmen in der Magnetosphäre der Erde auftreten? Material: Delta 2 rocket • THEMIS THEMIS ist eine 2-jährige Mission, die aus 5 identischen Sonden besteht, welche die Ausbrüche in der Aurora untersuchen werden. Das Verständnis und die Vorhersage des Wetters im All ist wichtig für Astronauten und Raumschiffe, damit eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden kann. So wie Hagel und Tornados die stärksten Gewitterstürme begleiten, begleiten Substürme die stärksten Stürme im All -- solche die die Kommunikation unterbrechen, zu Stromausfällen führen und gefährliche Strahlung hervorrufen. THEMIS wird diese Substürme untersuchen um einen Einblick in die Vorgänge der stärksten Stürme im All zu bekommen. Substürme treten auf, wenn die Magnetosphäre plötzlich riesige Mengen gespeicherter Energie aus dem Sonnenwind freilässt. Substürme beginnen in kleinen Gebieten im Weltraum, bedecken jedoch nach einigen Minuten ein großes Gebiet der Magnetosphäre. Verschiedene Auslöser finden sich an verschiedenen Orten, weshalb Raumschiffe in verschiedenen Gebieten des Magnetfelds der Erde platziert werden, um so den schwer zu findenden Ursprungsort der Substürme zu finden. Die NASA wird zuerst 5 Satelliten starten um die Substürme zu untersuchen. Die THEMIS Sonden werden alle 4 Tage über gemeinsam über Nordamerika fliegen und sollten während ihrer 2-jährigen Mission etwa 30 Substürme beobachten können. THEMIS ist die fünfte, mittelgroße Mission in NASA´s Explorer Programm, das dazu gedacht ist, regelmäßige Möglichkeiten zu bieten, hervorragenden Forschungsmissionen Flugzeiten zu verschaffen, um Sonnenphysikalische sowie Astrophysikalische Gebiete aus dem Weltraum zu untersuchen. Das Büro des Explorer Programms, am Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md., führt diese, von der NASA finanzierte, Mission durch. Die University of California, Berkeley's Space Sciences Laboratory und Swales Aerospace, Beltsville, Md., bauten die THEMIS Sonden. Warum THEMIS?
Themis ist die Götting der Gerechtigkeit, Weisheit und des guten Rates, die Bewacherin von Schwüren und die Übersetzerin von Gottes Willen in der Griechischen Mythologie. Als Tochter des Uranus (Himmel) und Gaia (Erde), war sie die zweite Gemahlin des Zeus und die Mutter der Horae (der Jahreszeiten) und des Moirae (des Schicksals). Die Legende sagt auch, dass Themis die Mutter von Prometheus war. Themis wird üblicherweise mit Schwert und Waage dargestellt, was ihre Macht und ihre Objektivität symbolisieren soll. Ihre Augenbinde stammt aus dem 16. Jahrhundert und bezeichnet ihre berühmte Neutralität. Daher stammt auch der Ausdruck, "die blinde Justitia." Die moderne Darstellung zeigt eine junge Frau, oftmals mit verbundenen Augen, die ihre Waage und ein Schwert hält. Dieses Bild von Themis ist heute in Gerichten und vielen Fahnen weltweit zu finden. Die THEMIS Mission wird, so wie es durch den Namen der Götting impliziert wird, unbefangen zwischen zwei unterschiedlichen phänomenologischen und plasma-physikalischen Modellansätzen unterscheiden, um ein spannendes Rätsel zu lösen. Wann und wo beginnen Substürme in der Magnetosphäre der Erde? Diese Frage ist seit 30 Jahren ein Streitpunkt in der Wissenschaft.
Diesen Artikel weiterempfehlen Credit: NASA
|
|