Das Team Germany auf dem Moonbuggy Race 2008

 
Im Jahre 2007 kam zum ersten Mal ein ausländisches Team mit einem Moonbuggy nach Huntsville/Alabama und räumte auf Anhieb den Rookie- und den Best Design Award ab. Es war das Team Germany. Fahrerin Nadine Trautner "sprengte" sich förmlich mit glühenden Bremsscheiben und stählernem Blick durch die Hindernisse. Schon ein Jahr später folgen Teams aus Indien, Puerto Rico und Kanada.

Oben: Fahrerin Nadine Trautner "sprengt" Hindernis Nr. 4

Dazwischen liegen nun 1 Jahr Vorbereitung: 80 Veranstaltungen, 6000 Ausbilderstunden, 1500 angesprochene Gymnasiasten zwischen Berlin und München, 30.000 Euro Unterstützung in Engagement-Ideen-Zeit-Material und auch Geld. Kein Cent ist vom Steuerzahler, alles machten die Teammitglieder selbst: von der Konstruktion bis zur Einwerbung der Finanzen - eine Meisterleistung!

Das NASA-Moonbuggy-Team Germany 2008 hat sechs Mitglieder und diese sind 1-2 Jahre jünger als im Vorjahr. Sie vertreten acht Sprachgebiete und drei ethnische Herkünfte. Es ist das einzige Team Europas, welches die hohen Anforderungen meistern konnte. Das Moonbuggy 2008 ist der "Ganymed 1B", eine verbesserte Version des Vorjahres.

Rechts: Glühende Bremsscheiben als Zeichen höchster Belastungen.

Das NASA-Moonbuggy-Team Germany 2008 hat sechs Mitglieder und diese sind 1-2 Jahre jünger als im Vorjahr. Sie vertreten acht Sprachgebiete und drei ethnische Herkünfte. Es ist das einzige Team Europas, welches die hohen Anforderungen meistern konnte. Das Moonbuggy 2008 ist der "Ganymed 1B", eine verbesserte Version des Vorjahres.

Das Rennen war kein "Pappenstil". Die ersten fünf Fahrzeuge erreichten nicht ihr Ziel. Während in fünf umliegenden Landkreisen der Notstand ausgerufen wurde, fegte ein Unwetter über den Rennkurs hinweg. Es "goss wie aus Kannen". Auch beim deutschen Moonbuggy brachen im ersten Lauf beide Kreuzgelenke der Vorderachse, obwohl dies die stärksten Bauteile ihrer Art in der Fahrradbranche waren. Das Rennen wäre zu Ende gewesen, wäre da nicht der ungebrochene Teamspirit und die Hilfsbereitschaft der anderen Teams, die einzigen Währungen des Erfolges.

 

Links: Für viele hieß es "nicht angekommen - Totalschaden", aufgegeben aber wird nie. Hier diskutieren die Fahrer bereits über Verbesserungen, den Regen haben sie vergessen.

Mit Mitteln, welche deutschen Fachleuten "die Haare zu Berge stehen lassen", konnte das Team allerdings seinen Buggy wieder fit machen und eine zweite Wertung mit Erfolg fahren.

Niemand der umstehenden Fachleute glaubte wirklich daran, dass dieser Buggy das Ziel erreichen könnte. Für das Team zählte einzig der olympische Gedanke: "Dabeisein und Ankommen." In diesem zweiten Rennen traten nur noch sehr wenige Buggys an, alle anderen waren nicht mehr fahrtüchtig.

Es geschah das Unmögliche! Die Fahrer waren sich ihrer Aufgabe bewusst und steuerten den Buggy mit der Kenntnis jeder technischen Gefahr und erreichten mit einer Bestzeit von 4:17 Minuten das Ziel. Damit liegen sie um eine Minute vor dem besten Vorjahresergebnis, aber noch um eine Minute hinter dem ersten Platz. Die Freude im Ziel ist nicht zu vermitteln, die nachfolgenden Schülerberichte können nur eine Vorahnung von dem wiedergeben, was sich tief in jeden einbrennt.

Unten: Mit Speed durch die erstarrte Kraterlandschaft neben dem "Eagle"-Lander,
 trotz knöcheltiefem Wassers.

Das Team Germany erhielt für seinen sehr sicheren Moonbuggy mit elektronischem Datentransfer an ein Mission Control Center und die sichere Fahrstabilität unter widrigsten Verhältnissen (im Testlauf bei ca. 60 km/h schleuderte der Buggy mehrere Male um seine eigene Achse ohne umzukippen) den "System Safety Award".

Diese nun folgende Tagesberichtserie von den Vorbereitungen und dem Rennen soll Ihnen, Ihren Kindern und Freunden Mut geben, sich ein hohes Ziel im Leben zu suchen. Macht mit auf dem Weg in die Zukunft. Nach der Rückkehr aus der USA stellen wir weitere Teams für Lern- und Konstruktionswettbewerbe um die internationale Raumfahrt zusammen. Im Sommer 2008 geht es zum Beginn der biomedizinischen Vorbereitungen des bemannten Fluges zum MARS. Im Herbst führen wir die erste US-Schülergruppe in die russische Raumfahrt ein, natürlich begleitet von deutschen Gymnasiasten und im Frühjahr 2009 fahren deutsche und russische Schüler für 4 Wochen zum Austausch in die USA nach Huntsville und zum Moonbuggy Race. Dies ist das 40. Jahr nach der ersten Mondlandung. Es wird wieder bald eine geben, nicht einmal in 10 Jahren und Ihr könnt dabei sein - mit diesem Programm. 

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Autor:
Ralf Heckel
 
Editor: Frank Erhardt (Astrolabium.Net)

Credit: German Space Education Institute
Alle Fotos Credit und Copyright:
German Space Education Institute

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Zeitplan des Moonbuggy Projekts

Sponsoren

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Tel: +49 (0) 341-68139-86; Fax: -89

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